Zum Hauptinhalt springen

Ab 21.04.2025 können Sie Termine buchen.

Wissenswertes über die Haut

Unsere Haut ist weit mehr als nur eine äußere Hülle. Sie schützt uns täglich vor äußeren Einflüssen und reagiert sensibel auf Pflege, Umwelt und Lebensweise.

In unserer Wissensrubrik erklären wir verständlich, wie gesunde Haut aufgebaut ist, woran man eine gestörte Haut erkennt und warum die Hautschutzbarriere und der Säureschutzmantel für ihr natürliches Gleichgewicht so wichtig sind.

Unsere Haut besteht aus drei Schichten:

Oberhaut, Lederhaut und Unterhaut. Jede dieser Schichten erfüllt wichtige Aufgaben.

Die Oberhaut ist unsere äußere Schutzschicht. Ganz oben liegt die Hornschicht. Ihre Hornzellen und Hautlipide kann man sich wie eine Mauer aus Ziegelsteinen und Mörtel vorstellen. Gemeinsam halten sie Feuchtigkeit in der Haut und schützen sie vor schädlichen äußeren Einflüssen. Auf der Hautoberfläche liegt zusätzlich der Säureschutzmantel, der das natürliche Gleichgewicht der Haut unterstützt.

Die Lederhaut verleiht der Haut durch Kollagen- und Elastinfasern Festigkeit und Elastizität. Hier befinden sich außerdem Blutgefäße, Nervenendigungen, Haarwurzeln, sowie Talg- und Schweißdrüsen.

Die Unterhaut besteht überwiegend aus Fett- und Bindegewebe. Sie polstert empfindliche Bereiche, speichert Wärme und verbindet die Haut mit den darunter liegenden Strukturen.

Sind Hautbarriere, Feuchtigkeit und Hautlipide im Gleichgewicht, kann die Haut ihre Schutzfunktion zuverlässig erfüllen. Sie fühlt sich glatt, geschmeidig und widerstandsfähig an.

Bei einer gestörten Haut ist vor allem die äußere Schutzbarriere geschwächt. Zwischen den Hornzellen fehlen wichtige Hautlipide, sodass die Hornschicht nicht mehr dicht und gleichmäßig aufgebaut ist.

Dadurch kann die Haut Feuchtigkeit schlechter speichern - sie geht verstärkt nach außen verloren. Gleichzeitig können Reizstoffe und Keime leichter in die Haut eindringen. Die Haut reagiert dann häufig empfindlicher als gewohnt.

 Typische Anzeichen können Trockenheit, Spannungsgefühl, Rötungen, Brennen und Juckreiz sein. Erweiterte Blutgefäße und Entzündungsreaktionen können die Beschwerden zusätzlich verstärken.

Mögliche Auslöser sind beispielsweise eine zu intensive Reinigung, ungeeignete oder zu viele Pflegeprodukte, häufige Peelings, eine unausgewogene Ernährung, anhaltender Stress sowie verschiedene Erkrankungen. Auch hormonelle Veränderungen, Medikamente und äußere Einflüsse wie Kälte, trockene Heizungsluft oder starke Sonneneinstrahlung können das natürliche Gleichgewicht der Haut beeinträchtigen.

Die Hautschutzbarriere ist die äußerste Hautschicht und man kann sie mit einer schützenden Mauer vergleichen. Die Hornzellen bilden die "Bausteine", während die Hautfette - auch Lipide genannt - wie ein schützender "Mörtel" dazwischenliegen.

Gemeinsam mit den natürlichen Feuchthaltefaktoren (NMF) und dem Säureschutzmantel sorgt diese Barriere dafür, dass Feuchtigkeit in der Haut bleibt. Gleichzeitig schützt sie vor Keimen, Schadstoffen und anderen  äußeren Reizen.

Ist die Hautschutzbarriere intakt, fühlt sich die Haut geschmeidig, ausgeglichen und widerstandsfähig an. Sie kann ihre  wichtigste Aufgabe erfüllen: unseren Körper zuverlässig nach außen zu schützen. 

Die Hautschutzbarriere ist jedoch kein starres Schutzschild. Sie ist ein empfindliches, dynamisches System, das leicht aus dem Gleichgewicht (Balance) geraten kann. 

Der Säureschutzmantel ist ein feiner, unsichtbarer Schutzfilm auf der Hautoberfläche. Er besteht unter anderem aus Bestandteilen von Schweiß, Talg und der Hornschicht.  In diesem leicht sauren Milieu lebt das Hautmikrobiom mit seinen zahlreichen natürlichen Mikroorganismen. Sein leicht saurer pH-Wert liegt bei gesunder Haut ungefähr zwischen 4,5 und 5,5.

Dieses saure Milieu unterstützt die natürliche Hautflora und erschwert unerwünschten Keimen die Vermehrung. Gleichzeitig trägt es dazu bei, dass wichtige Prozesse in der Hautschutzbarriere richtig funktionieren und die Haut Feuchtigkeit besser bewahren kann.

Der Säureschutzmantel und die Hautschutzbarriere arbeiten eng zusammen. Sind sie beide in Balance, kann die Haut ihre natürliche Schutzfunktion zuverlässig erfüllen.

Unsere Haut ist nicht keimfrei - und das ist auch gut so. Auf ihrer Oberfläche leben zahlreiche Mikroorganismen, insbesondere Bakterien. Gemeinsam bilden sie das Hautmikrobiom, auch Hautflora genannt. 

Mikroorganismen sind winzig kleine Organismen beziehungsweise biologische Einheiten, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind.

Dazu zählen vor allem:

  • Bakterien
  • Pilze (beispielsweise Hefepilze)
  • Viren
  • Archaeen - einzellige Mikroorganismen, die Bakterien ähneln

Auch mikroskopisch kleine Hautmilben leben auf unserer Haut. Sie gehören streng genommen jedoch nicht zu den Mikroorganismen, sondern sind winzige mehrzellige Tiere.

Kleine fachliche Feinheit: Ob Viren als Lebewesen gelten, ist umstritten. Zum Mikrobiom der Haut werden sie dennoch mitgezählt.

Ganz wichtig: Die meisten dieser natürlichen Bewohner sind nicht schädlich, sondern gehören zu einer gesunden Haut dazu.